PROFIBUS
BK3500
 
PROFIBUS-Buskoppler, LWL-Anschluss, 1,5 MBaud BK3500
Feldbussignaleingang
Feldbussignalausgang
Adresswahlschalter
Konfigurationsschnittstelle
Baudrate
Power-LEDs
Einspeisung
Powerkontakte
Powerkontakte
Versorgung
Buskoppler
K-Bus

BK3500 | PROFIBUS-Buskoppler, LWL-Anschluss, 1,5 MBaud

Der Buskoppler BK3500 verbindet das Bussystem PROFIBUS mit den modular erweiterbaren elektronischen Reihenklemmen. Eine Einheit besteht aus einem Buskoppler, einer beliebigen Anzahl von 1 bis 64 Klemmen und einer Busendklemme.

Der Buskoppler BK3500 zeichnet sich durch einen Lichtwellenleiteranschluss aus. Durch die Lichtwellenleiter wird die Übertragung besonders störfest und absolut galvanisch getrennt.

Für den Betrieb eines BK3500 im PROFIBUS ist ein Interfacemodul für die Umsetzung der RS485-Übertragungsphysik auf einen unterlagerten Lichtwellenleiterring notwendig. Ein Subring darf bis zu zehn BK3500 oder andere LWL-Module enthalten. Die Baudrate wird über zwei DIP-Schalter auf dem Buskoppler eingestellt. Der LWL-Anschluss des Buskopplers BK3500 verhält sich wie ein OLP (Optical Link Plug).

Der Buskoppler erkennt die angeschlossenen Klemmen und erstellt automatisch die Zuordnung der Ein-/Ausgänge zu den Bytes des Prozessabbildes. Das erste Ein-/Ausgangssignal wird, von links beginnend, in das erste Bit eines Bytes (LSB) eingesetzt. Weitere Signale reiht der Buskoppler in dem Byte an. Eine klare Trennung von Ein- und Ausgängen wird eingehalten. Ist die Anzahl der Ein- oder Ausgänge größer als 8 Bit, beginnt der Buskoppler automatisch ein weiteres Byte.

PROFIBUS ist ein offenes Feldbussystem mit Europanorm. Der PROFIBUS besitzt eine Busstruktur, es können bis zu 126 Stationen in einem System betrieben werden. Es sind Baudraten bis 1,5 MBaud wählbar, sodass die Übertragungsgeschwindigkeit der Anforderung des technischen Prozesses angepasst werden kann.

Komplexe Signalverarbeitung für analoge I/Os, Wegmessung, …

Der Buskoppler BK3500 unterstützt den Betrieb aller Busklemmen. Der Umgang mit den analogen Ein-/Ausgängen unterscheidet sich für den Anwender nicht von dem mit anderen Baureihen. Die Information steht als Byte-Array im Prozessabbild des Automatisierungsgerätes zur Bearbeitung bereit.

Mit der Konfigurationssoftware KS2000 lassen sich die analogen und mehrfunktionalen Busklemmen anwendungsspezifisch anpassen. Die Register der analogen Busklemmen enthalten, je nach Typ, Temperaturbereiche, Verstärkungsfaktoren und Linearisierungskennlinien, die mit der KS2000 über den PC parametriert werden. Die Busklemme speichert die Einstellung spannungsausfallsicher und dauerhaft.

Wahlweise kann auch die Steuerung (SPS, IPC) die Konfiguration der Busklemmen durchführen. Über Funktionsbausteine (FB) wickeln die SPS oder der IPC in der Hochlaufphase die Konfiguration der gesamten Peripherie ab. Die Steuerung kann bei Bedarf die dezentral erstellten Konfigurationsdaten hochladen, um sie zentral zu verwalten und zu speichern. Der Austausch einer Busklemme erfordert keine Neueinstellung. Die Steuerung führt die gewünschte Einstellung nach dem Einschalten automatisch durch.

Die Beckhoff-GSD- und Typ-Dateien zu den Buskopplern unterstützen die Optionen der Busklemmen, indem sie in die entsprechende Masterkonfigurationssoftware geladen werden und die Projektierung erleichtern. Mittels der GSD- und Typ-Dateien lassen sich verschiedene Konfigurationen und Parameter für die Buskoppler auswählen.

Systemdaten PROFIBUS | BK3500
Anzahl I/O-Stationen 100 mit Repeater
Anzahl I/O-Punkte ca. 6.000, masterabhängig
Übertragungsmedium APF (Kunststoff)-Faser (1.000 µm)
Länge zwischen Stationen 1…25 m
Übertragungsraten
93,75 kBaud 187,5 kBaud 500 kBaud 1.500 kBaud
Schalterstellung
S1 = 0, S2 = 0 S1 = 0, S2 = 1 S1 = 1, S2 = 0 S1 = 1, S2 = 1
Übertragungszeit
ca. 3 ms bei 10 Stationen für je 32 Bit Inputs/Outputs ca. 0,5 ms
Topologie Subring
Realisierung Einfaserring
LWL/Kupfer-Konverter OLM/P3, OLM/P4
Technische Daten BK3500
Anzahl Busklemmen 64
Max. Byte-Anzahl Feldbus 128-Byte-Input und 128-Byte-Output
Digitale Peripheriesignale 512 Inputs/Outputs
Analoge Peripheriesignale 128 Inputs/Outputs
Konfigurationsmöglichkeit über KS2000 oder die Steuerung
Übertragungsraten automatische Erkennung bis max. 1,5 MBaud
Businterface 2 x HP-Simplex-Buchsen (HP-Simplex-Stecker sind im Lieferumfang enthalten)
Spannungsversorgung 24 V DC (-15 %/+20 %)
Eingangsstrom 70 mA + (ges. K-Bus-Strom)/4, 500 mA max.
Einschaltstrom 2,5 x Dauerstrom
Empfohlene Vorsicherung ≤ 10 A
Stromversorgung K-Bus 1.750 mA
Powerkontakte 24 V DC max./10 A max.
Potenzialtrennung 500 Veff (Powerkontakt/Versorgungsspannung/Feldbus)
Länge zwischen Stationen 1…25 m
Gewicht ca. 170 g
Betriebs-/Lagertemperatur 0…+55 °C/-25…+85 °C
Relative Feuchte 95 % ohne Betauung
Vibrations-/Schockfestigkeit gemäß EN 60068-2-6/EN 60068-2-27/29
EMV-Festigkeit/-Aussendung gemäß EN 61000-6-2/EN 61000-6-4
Schutzart/Einbaulage IP 20/beliebig
Zubehör  
KS2000 Konfigurationssoftware zur erweiterten Parametrierung
Kabelsätze Kabelsätze und Stecker
Bestellangaben Beschreibung
BK3500 PROFIBUS-DP-Buskoppler mit LWL-Anschluss für bis zu 64 Busklemmen, 1,5 MBaud