Bundeskanzler Friedrich Merz zu Gast bei Beckhoff Automation auf der Hannover Messe
Beim traditionellen Eröffnungsrundgang auf der Hannover Messe am 20. April 2026 besuchte Bundeskanzler Friedrich Merz das Hightech-Unternehmen Beckhoff Automation. Auf dem Messestand des Verler Familienunternehmens gab dessen Gründer und geschäftsführender Gesellschafter Hans Beckhoff gemeinsam mit seinen Kindern Frederike Beckhoff und Johannes Beckhoff spannende Einblicke in die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der industriellen Produktion.
Unter dem Motto „Think Tech Forward“ öffnete die Weltleitmesse der Industrie in der niedersächsischen Landeshauptstadt in diesem Jahr ihre Tore. Der Bundeskanzler wurde von einer Delegation aus rund 50 weiteren Gästen, darunter seine Ehefrau Charlotte Merz, die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) sowie Valdis Dombrovskis, Kommissar für Wirtschaftlichkeit und Produktivität in der Europäischen Kommission, und rund 100 Journalisten, begleitet. Frederike Beckhoff, Corporate Development bei Beckhoff Automation, begrüßte die Gäste und stellte ihnen das familiengeführte Technologieunternehmen, das Prinzip der PC-basierten Steuerung und die dafür notwendigen Produkte sowie exemplarische Anwendungsfelder von Automatisierungstechnik vor.
Bundeskanzler begrüßt mit Physical AI das Partnerland Brasilien
Johannes Beckhoff, Produktmanagement bei Beckhoff Automation, präsentierte den Gästen im Anschluss das zentrale Thema für Beckhoff auf der Hannover Messe 2026: die Verschmelzung von Künstlicher Intelligenz und klassischer Maschinensteuerung als Basis für Physical AI. Anhand eines Technologiedemonstrators, in dem Spielsteine mit Zahlen und Buchstaben vom modularen Industrieroboter ATRO bewegt werden können, zeigte er, dass nicht nur die Programmierung von Maschinen, sondern auch die Steuerung selbst durch die KI erfolgen können. Dabei läuft die KI komplett lokal in der Maschine – unabhängig von Cloud-Diensten. „Das bedeutet, dass die Maschinenbetreiber, die Hoheit über die KI und auch über ihre Daten haben“, so Johannes Beckhoff.
Der Bundeskanzler gab der in die Automatisierungssoftware TwinCAT integrierten Künstlichen Intelligenz per Texteingabe den Befehl, eine Begrüßung für das Partnerland Brasilien aus den im Demonstrator befindlichen Buchstaben zu legen. Daraufhin führte die KI die Aufgabe durch und gab dem Roboter über die Steuerung in Echtzeit Kommandos, die Worte „Bom dia Brasil“ (Guten Tag, Brasilien) zu bilden. Dazu erklärte Johannes Beckhoff: „Wir haben der Maschine ein richtiges Gehirn gegeben. Dieses sogenannte ‚Machine Brain‘ zeigt beispielhaft, dass KI nicht nur Texte oder Bilder generiert, sondern mit der physischen Welt interagieren kann.“ Diese Anwendung veranschaulichte den Gästen, dass LLMs (Large Language Models) längst die Chat-Fenster verlassen und in reale Bewegungsabläufe eingreifen können. Damit beweist Beckhoff eindrucksvoll: Physical AI wird die Industrie grundlegend verändern und birgt immense Potenziale für die Entwicklung von Maschinen und Anlagen.